Zukunft von Unterkunft am Lindenweg

Aktueller Stand:

Der Gemeinderat der Gemeinde Eichenau beschließt am 04.08.2026 in der Besetzung des Ferienausschusses, die Nutzung der Asylbewerberunterkunft am Lindenweg 15 durch das Landratsamt Fürstenfeldbruck bis 31.07.2027 zu dulden.

In Zusammenarbeit vom Landratsamt, Gemeinde Eichenau, Caritas und Asylhelferkreis werden bis Ende Juli 2027 möglichst viele Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft am Lindenweg auf die übrigen Unterkünfte in Eichenau verteilt.

Historie:

Im März 2026 hat Peter Münster – Bürgermeister von Eichenau – den Verlängerungsantrag des Landratsamt FFB für die befristete Baugenehmigung der Container-Anlage am Lindenweg 15A abgelehnt.

Als dies durch das Mai-Mitteilungsblatt der Gemeinde bekannt wurde, haben sich einige Mitglieder des Asylhelferkreises große Sorgen wegen der geplanten Schließung der Unterkunft gemacht.

In der Gemeinderatssitzung vom 9.6.2026 haben Giovanni Maio, Georg Meyer und Yasemin Bilgic unter „Aktuelles“ ihre Stellungnahme zur Nicht-Erteilung der Baugenehmigung und ihre Sorgen vorgebracht. Der Bürgermeister sah keinen Grund, die Unterkunft länger zu genehmigen. In der nächsten Gemeinderatssitzung am 30.6. werde das Thema als eigener Tagesordnungspunkt behandelt. Die Antworten kann man in dem Protokoll nachlesen.

In der Gemeinderatssitzung vom 30.6.26 gab es eine Vorlage zur Kenntnisnahme. Dazu gab es Fragen von der SPD und von den Grünen. Der Bürgermeister war weiterhin für die Auflösung. Die Bewohner, bei denen das Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist, werden vom Landratsamt in andere Unterkünfte im Landkreis verlegt. Der Umzug soll im Oktober/November stattfinden.

Falls das Landratsamt die Fehlbeleger nicht auch umzieht, sollen diese dann im Wege der Wiedereinweisung in der bestehende Containeranlage bleiben. Die dann von der Gemeinde Eichenau betrieben wird.

Da es nur ein Tagesordnungspunkt „zur Kenntnisnahme“ war, wurde nicht abgestimmt im Gemeinderat über diesen Punkt. Die Diskussion zu diesen Fragen wird in unserem Protokoll zu der Sitzung beschrieben.

13 besorgte Eichenauer Bürger haben daraufhin einen Brief an den Landrat Thomas Karmasin und den Bürgermeister Peter Münster geschrieben. Der Brief wurde auch an die lokale Presse geschickt.

Die Presse berichtete dann darüber :

Inzwischen haben die Bewohner der Unterkunft des Lindenwegs selbst einen Brief an den Landrat, den Bürgermeister und den Betreuer des Hauses geschickt. 23 Bewohner haben unterschrieben.

Am 27.07.2026 wurde das Thema in einer Besprechung zwischen dem Landrat und dem Bürgermeister behandelt. Dabei wurde entschieden, dass der Gemeinderat in Eichenau einen Beschluss herbeiführen soll.

In dem Ferienausschuss des Gemeinderats am 04.08.2026 wurde dann der Beschluss angenommen, die Nutzung der Asylbewerberunterkunft am Lindenweg 15 durch das Landratsamt Fürstenfeldbruck bis 31.07.2027 zu dulden.

Der Landrat und Bürgermeister haben dann auch auf den Brief vom 20.7. geantwortet. Die Unterbringung soll bis zum 31. Juli 2027 geduldet werden. Bis dahin sollen die Bewohner mit Unterstützung eine eigene Wohnlösung finden.

Auch der Brief der Bewohner wurde vom Landrat beantwortet. Das Landratsamt bestätigt, dass Veränderungen bei der Unterkunft bevorstehen. Es übernimmt dafür nicht allein die Verantwortung, verweist auf die fehlende gemeindliche Zustimmung und erwartet insbesondere von Fehlbelegern eigene Anstrengungen bei der Wohnungssuche.

Am 14.08.2026 erschien die Stellungnahme der Bürger zur gefundenen Lösung im Kreisboten: Leserbrief: Stellungnahme zur Flüchtlingsunterkunft . Die Verfasser sehen die geplante Fortführung der Unterkunft bis Ende Juli 2027 als wichtigen Schritt an, um eine abrupte Verlegung der Bewohnerinnen und Bewohner zu verhindern. Die Containeranlage soll dabei nicht dauerhaft festgeschrieben werden, sondern als Grundlage für eine geordnete, rechtssichere und menschlich verantwortbare Übergangsphase dienen. Für die verbleibende Zeit wird gefordert, aktiv tragfähige Anschlusslösungen für alle Bewohner zu entwickeln.

Am 18.08.2026 hat auch das Fürstenfelder Tagblatt über den letzten Stand und die Stellungnahme der Bürger berichtet: Kinder nicht aus Umgebung reißen: Eichenau duldet Asyl-Unterkunft noch ein Jahr

Im September wird dann ein erstes Treffen zwischen der Leitung der Abteilung „Technische Asylbewerberunterbringung“ , den Objektbetreuern aus dem Lindenweg und dem Schreberweg und Helfern vom Asylhelferkreis Eichenau stattfinden.

Ziel dieses wiederkehrenden Termins wird es sein, bis Ende Juli 2027 möglichst viele Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft am Lindenweg auf die übrigen Unterkünfte in Eichenau zu verteilen.